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Tu' was dir vor die Hände kommt - das genügt...

Die große Dürre war über das ganze Land gekommen.

Zuerst vertrocknete das Gras. Dann gingen die Büsche und Sträucher ein. Kein Regen kam, auch der Morgen brachte keinen erfrischenden Tau.
In großer Zahl waren die Tiere verdurstet.
Nur wenige hatten die Kraft besessen, aus der Wüste zu fliehen.

Die Trockenheit nahm kein Ende. Sogar die größten und stärksten Bäume, die tief im Erdreich wurzelten, verloren ihre Blätter.
Alle Quellen und Brunnen, alle Bäche und Flüsse vertrockneten.

Wie durch ein Wunder war eine einzige Blume am Leben geblieben;
eine winzige Quelle spendete ihr noch ein paar Tropfen Wasser.

Aber die kleine Quelle war verzweifelt.
Sie sagte: "Alles vertrocknet, verdurstet und stirbt um mich herum. Ich kann daran nichts mehr ändern. Wozu soll ich noch ein paar Tropfen aus der Erde holen?"

In der Nähe stand ein alter kräftiger Baum.
Er hatte die Klage der Quelle gehört und sagte zu ihr:
" Keiner erwartet von dir, dass du die ganze Wüste vor dem Verdursten rettest.
Deine Aufgabe ist es, dieser einen kleinen Blume das Leben zu erhalten.

Mehr nicht"

 

geschrieben am 20.10.2011 um 00:28 Uhr.

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